Freitag, 3. Mai 2013

Let's go to Death Valley

Hotelsuche abgeschlossen, Furnace Creek ist ausgebucht, aber im Stove Pipe Wells habe ich noch was bekommen. Ein kleines Zimmer (gut für Alleinreisende geeignet *grins*) mit Bad aber ohne WC, ohne TV und ohne Kühlschrank zum Schnäppchenpreis von 112 $.

Mal schaun, wie so eine Übernachtung mitten in der Wüste im Tal des Todes ist. Als Erstes werde ich gleich an der Tanke 'nen Beutel Eiswürfel für die gestern im Walmart erworbene Kühlbox kaufen. Ich sehe aber gerade, dass der Wetterbericht für heute und morgen sehr moderate Temperaturen vorhersagt, 19° bis 22° C. Da war es gestern in Vegas und im Valley of Fire mit über 30° C wesentlich wärmer. Durch die trockene Luft und den kräftigen Wind fiel einem das aber gar nicht auf.

230 km und 02:35 sagt der Routenplaner. Da auf der Strecke keine besonderen Attraktionen liegen kann ich es heute ruhig angehen lassen ... duschen, Denny's und dann einfach mal Amerika gucken.

The Las Vegas conclusion

Dass ich immer noch nicht den Tagesrhythmus vor Ort gefunden habe, ist schon blöde. Von 7 pm bis 1 am zu schlafen, ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Na ja, wird schon werden.

Mein Fazit zu Las Vegas: Nie wieder! Schon als ich in diese Ansammlung von architektonischen Abartigkeiten reinfuhr, kam mir das Wort "pervers" in den Sinn. Nach den zwei Tagen Hotelaufenthalt gehen mir noch die Worte "bigott" und "Abzocke" durch den Kopf. 

Die Minibar im Hotelzimmer ist abgeschlossen, aber nur, damit Jugendliche keinen Alkohol anfassen können (ja, ja, schon klar). Auf dem Schild, was dranhängt, steht "LET THE FUN BEGIN!" ... aber nur, wenn du vorher 25 $ berappst. Dann darfst du den Inhalt im Wert von 50 $ konsumieren. 

Das Harrah's, in dem ich mich eingemietet habe, kommt mir vor wie 'ne alte Hure, die immer noch versucht, im Konzert der nachgerückten Generation mitzuspielen. Das Mobiliar ist abgestoßen, Zimmersafe außer Funktion, Badezimmerarmaturen erneuerungsbedürftig und irgendwie wirkt alles antiquiert. 

Ich habe zwar nur knapp 100 $ für die beiden Nächte bezahlt, aber auch nur weil ich mitten in der Woche da war. Am Wochenende verdoppeln sie die Preise. Dazu kommen dann noch die sog. Resort Fees, eine Gebühr von 20 bis 30 $ täglich (je nach Hotel), mit denen die Hotels sich Leistungen bezahlen lassen, die anderswo umsonst sind (Internet, Strom etc.). Diese Resort Fees sind eine Erfindung der drei großen Hotelkonzerne, denen so gut wie alle Hotels in Las Vegas gehören; die Gewinne aus den Casinos waren wohl noch nicht hoch genug.

Ich will mich nicht in weiteren Einzelheiten verlieren, aber mit dem Las Vegas, wie wir es in den Achtzigern erlebt haben, hat dieses Gebilde nichts mehr zu tun ... muss ich nicht mehr haben! Ich war deshalb auch kein einziges Mal in einem Casino und die üblichen Fotos der ständig neu erschaffenen "Highlights" gibt es auch nicht. Ein Handyfoto von der Stadt der Hotelschluchten habe ich aber (aus dem Harrah's Parkhaus gemacht).

Na ja, mal schauen, wie Reno sich entwickelt hat, vielleicht gehe ich da mal 'ne Runde Blackjack spielen. Heute geht es erst mal weiter Richtung Death Valley. Ich werde jetzt mal checken, wie die Unterkunftssituation dort ist.



Breakfast @Denny's in Las Vegas

In Erinnerung an alte Zeiten nehme ich das Frühstück natürlich bei Denny's.  Die ersten beiden Denny's im Navi gab's nicht mehr, aber jetzt ...

Ja, das Ultimate Omelette steht immer noch auf der Karte (Three-egg omelette with sausage, bacon, fire-roasted peppers and onions, mushrooms, diced tomatoes and shredded Cheddar cheese. Served with hash browns or grits and choice of bread.). Dazu kräftig Tabasco und Kaffee bis zum Abwinken ... mhhhhh.


Donnerstag, 2. Mai 2013

Jetlag

Frühstück im Hotel in San Diego fiel wegen Zeitmangels aus, weil ich den vergessenen  Mietwagenvoucher nicht so schnell ausgedruckt bekam. Der Mensch an der Rezeption schickte mich für den Ausdruck in das "business center round the corner". Nachdem ich das nicht finden konnte, bin ich wieder rein und habe ihn nach dem Namen gefragt. Dabei stellte sich raus, dass er ein Zimmerchen neben der Rezeption meinte, in dem ein Rechner mit Drucker stand.

Nachdem der Gast, der den PC mit Beschlag belegt hatte, endlich seine 100 Priceline-Buchungen ausgedruckt hatte, konnte der Windows-Rechner den mit dem Mac beschriebenen USB-Stick nicht lesen. Also rauf ins Zimmer, schnell alles zusammen gepackt und wieder zum "business center" und den Mac an den Drucker angestöpselt ... er druckt!

Danach blieb nur noch Zeit zum Auschecken und schon stand der Shuttle zum Airport vor der Tür. Der brachte mich zum Alamo-Shuttle am Flughafen und der wiederum in 10 Minuten zur Alamo-Station. Dort bin ich der Upgrade-Promotion des Mitarbeiters erlegen und habe für 12,95 $/Tag von Midsize- auf Standard-SUV upgegradet. 

Alamo hatte sogar eine Choiceline, sprich, man konnte sich das Fahrzeug selbst aussuchen. Nachdem ich bei den Standard SUV an diversen weißen und silbernen Dodge irgendwas und Kias vorbeigelaufen war, fiel mein Blick auf einen schwarzen Jeep Grand Cherokee und die Wahl war klar. 7.900 Meilen gelaufen und mit allem Schnickschnack ausgerüstet (Navi, Sirius Satellite Radio, Rückfahrkamera ...).

Fortsetzung folgt. Jetzt um 02.55 am, gehe ich duschen und dann im 24h-Walmart Kühlbox, Getranke etc. kaufen, bevor es zum sunrise Richtung Valley of Fire geht.




Mittwoch, 1. Mai 2013

Do sammer ...

... hieß es schließlich um 9.50 pm, als der Vogel auf dem San Diego Airport aufsetzte. Bei 15 Minuten Verspätung beim Start macht das eine Flugzeit von nur 4 Stunden statt der 5 Stunden lt. Flugplan.

Am Flughafen habe ich mir für die kurze Strecke zum Hotel ein Taxi genommen, weil ich nicht auf den Shuttle-Bus warten wollte. 12 $ wollte er haben, ich gab ihm zwei Zehner, er fragte, ob ich ein receipt wollte, no. Aber das heißt doch nicht "stimmt so". Als ich ihm sagte, dass ich noch Geld zurückbekomme, fragte er wieviel. Wegen seiner Trickserei sagte ich "8 $", er verdrehte die Augen und fragte, woher ich komme. Germany, er verdrehte noch mehr die Augen und jammerte, die Germans würden die Tip-Gebräuche nicht kennen. "Yes, we are horrible" hab ich ihm recht gegeben und die zwei Scheine in die Hand gedrückt, die er eigentlich von vorne rein bekommen sollte. Unfortunately hab ich dabei im Dunklen statt eines Einers einen Fünfer erwischt und so hat er dann doch noch abgesahnt. Shit happens. Die gebrauchten Dollarscheine sind aber auch fürchterlich labbelig, da meint man, man hätte ein Stück einlagiges Toilettenpapier in der Hand. Und dass alle Scheine die gleiche Größe haben, macht die Unterscheidung auch nicht einfacher.

Das Taxi war übrigens ein Elektroauto und davon standen einige am Flughafen herum. Enorm leise und durchaus durchzugsstark.

Das Best Western Yacht Harbor Hotel ist o.k., Palmen vor dem Fenster, Meergeruch ist zu erahnen und die Möwen kreischen. Hier ist ein Link zu meinem Standort (Zur Verfügung gestellt von Backitude, kostenlos im Google Play Store).

Wie man es auch in Motels findet, Kapselmaschine mit kostenlosem Tee und Kaffee, Mikrowelle, Kühlschrank und Eiswürfelbehälter, um literweise Eis aus der hoteleigenen Eiswürfelmaschine zu holen. Nachts habe ich mir noch einen Kaffee gemacht und der war gar nicht mal übel.

Danach habe ich erstmal alle Akkus ans Netz gehangen, Macbook, Tablet, Smartphone, GPS-Logger und die Ersatzakkus fürs Smartphone. Da ich nur einen Steckdosenadapter mitgenommen habe, bewährt sich die mitgenommene Dreifach-Steckdose.

Gleich ein kurzes Frühstück und dann mit dem für 8.30 bestellten Shuttle rüber zur Alamo Flughafenstation, um den Mietwagen abzuholen.

Ich hab eben alles durchgewühlt und denke, dass ich den ausgedruckten Voucher für den Mietwagen wohl zuhause liegen lassen habe. Gut, dass ich ihn noch als PDF auf dem Rechner habe. Schnell auf den USB-Stick gezogen und gleich werde ich den Hotelmitarbeiter bitten, ihn auszudrucken.