Porto hat mir heute mit einem wunderschönen Tag voller Sonne und spätsommerlicher Temperaturen die Hand zur Versöhnung gereicht und mich damit die vielen Regenstunden vergessen lassen. So hätte ich gerne alle vier Tage gehabt.
Die abgerockte Gurke von einem Roller hat heute morgen noch den Geist aufgegeben. Der Ständer wollte nicht mehr oben bleiben und schleifte beim Fahren über die Straße. Für die restlichen Stunden habe ich mir dann einen Roller geben lassen, der noch nicht aus dem letzten Loch pfiff.
Heute konnte ich mir noch einen Großteil der Sights ansehen, die im Evernote-Notizbuch Porto standen. Zum Abschied gibt es noch ein paar richtig schön kitschige Postkartenansichten. Morgen früh um 09.55 hebt der Flieger ab und landet um 13.50 in Bremen.
Adeus Porto.
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Donnerstag, 3. Oktober 2013
Zur Atlantikküste
Leider scheine ich eine Schlechtwetterperiode erwischt zu haben. Schon morgens tröpfelte es immer wieder mal und ab nachmittags gab es Gewitter mit ergiebigen Regengüssen und Sturm. Aber immerhin soll sich ja am Freitag, wenn ich abgereist bin, eine Schönwetterperiode anschließen.In der einigermaßen trockenen Zeit habe ich mich zur Atlantikküste durchgeschlagen. Unterwegs begegneten mir diverse Wagen der historischen Straßenbahn. Entlang der Straße am Ufer des Douru verlaufen nämlich die Gleise der Linie Infante, die bis zur Atlantikküste führt.
Noch vor der Hauptstadt Lissabon nahm Porto 1895 Portugals erstes elektrisches Straßenbahnnetz in Betrieb. Nachdem die Straßenbahnen in den 60er Jahren mehr und mehr durch Busse ersetzt worden waren, nahm Porto 2007 wieder auf drei Linien den Betrieb mit renovierten Wagons aus den Jahren 1920 bis 1940 auf.
Der Weg führte weiter durch eine der zahlreichen Brücken über den Duoro, die 1963 erbaute Ponte da Arrábida. Hier und da säumen liebevoll renovierte Häuschen die Straße.
Die ehemalige Kulturhauptstadt Europas (2001) ist auf dem Gebiet recht rührig und selbst im Alltag begegnet man ständig Kunstobjekten, wie z.b. an der Küstenstraße oder dem stilisierten Fischernetz auf einem großen Verkehrskreisel.
Kurz danach hatte ich die Atlantikküste erreicht. Um der Erosion der Küste vorzubeugen, hat man dort riesige Wellenbrecher errichtet. Die bieten Leuchttürmen ebenso wie Anglern und natürlich auch den Touristen Platz, die sich das Naturschauspiel ansehen wollen. Das ist schon beeindruckend, wenn riesige Wellen auf die Wellenbrecher treffen und das Wasser bis zu 20 m in die Höhe schießt.
An einem der beiden Leuchttürme traf ich auf eine Fotografin, die sich sehr intensiv mit dem Fotografieren der Tür des Leuchtturmes auseinander setzte. Die Kamera stand während der halben Stunde, wo ich vor Ort war, unverändert auf dem Stativ. Von Zeit zu Zeit machte sie sich Notizen und veränderte die Einstellungen. Ich nehme an, dass sie sich Aufnahmen nach dem Zonensystem von Ansel Adams erarbeitete. Was mich dabei aber am meisten berührte, sie fotografierte mit einer alten Rolleiflex, der Kamera, mit der ich als Kind vor 50 Jahren die ersten Gehversuche machte.
Da bekommt man als Digitalo doch wieder Lust, sich 'ne alte Leica M 2 oder Nikon F mit 'nem Schwarzweißfilm zu bestücken und loszuziehen. Aber ich hatte halt nur meine X-E1 dabei.
Standort:
Porto, Portugal
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Mittagsschlaf und gegrillte Dorade
Was hat das Eine denn mit dem Anderen zu tun? Ganz einfach, beides hebt die Laune. Nach dem Nickerchen hatte sich nämlich der Dauerregen verzogen und so konnte ich endlich die Stadt ausgiebig mit dem Roller erkunden. Die Sonne sorgte für
Temperaturen über 20 Grad, so dass sich schnell mediterrane Wohlfühlatmosphäre einstellte.
Über der von der Unesco 1996 zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt Ribeira thront auf dem Hügel Pena Ventos die zweitürmige Kathedrale von Porto (Sé do Porto).
Von dort oben boten sich zudem lohnende Ausblicke auf die Stadt.
Und endlich konnte man sich auf trockenen Straßen mit dem Roller wieder als Stadtindianer fühlen; auf verschlungenen Pfaden durch das Dickicht der Großstadtstraßen kämpfen (vorbei an allen Autoschlangen), Fußgänger jagen (Joke!) und den Gaul, äh Roller, überall abstellen wo man gerade anhalten will.
Zum Abschluss meiner Erkundungstour schlug ich den Weg zum Cufra ein, einem für seine guten Fischgerichte bekannten Restaurant an der Avenida da Boavista. Nach einer frisch gegrillten Dorade mit Blattspinat und Kartoffeln sowie einer halben Flasche Rotwein sah die Welt doch schon ziemlich gut aus!
Temperaturen über 20 Grad, so dass sich schnell mediterrane Wohlfühlatmosphäre einstellte.
Über der von der Unesco 1996 zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt Ribeira thront auf dem Hügel Pena Ventos die zweitürmige Kathedrale von Porto (Sé do Porto).
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Von dort oben boten sich zudem lohnende Ausblicke auf die Stadt.
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Und endlich konnte man sich auf trockenen Straßen mit dem Roller wieder als Stadtindianer fühlen; auf verschlungenen Pfaden durch das Dickicht der Großstadtstraßen kämpfen (vorbei an allen Autoschlangen), Fußgänger jagen (Joke!) und den Gaul, äh Roller, überall abstellen wo man gerade anhalten will.
Zum Abschluss meiner Erkundungstour schlug ich den Weg zum Cufra ein, einem für seine guten Fischgerichte bekannten Restaurant an der Avenida da Boavista. Nach einer frisch gegrillten Dorade mit Blattspinat und Kartoffeln sowie einer halben Flasche Rotwein sah die Welt doch schon ziemlich gut aus!
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Standort:
Porto, Portugal
Dienstag, 1. Oktober 2013
Dauerregen bis eins
Die ganze Nacht hat es ununterbrochen gestürmt und geschüttet. Die Wetter-App behauptet, der Dauerregen würde gegen 13 Uhr von Sonne mit einigen Wolken abgelöst. Schaut aus, als könnte ich mir viel Zeit zum Frühstücken nehmen.
Schaun mer mal, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Schaun mer mal, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Standort:
Porto, Portugal
Porto wenig freundlich
Manchmal erwischt man weniger gute Reisetage. Heute war manchmal.
Am Flughafen Bremen ging es schon los. Im Ryanair-Terminal drängten sich morgens um 5 die Fluggäste und die ausnahmslose Gepäckkontrolle auf Gewicht und Maße des Handgepäcks beschleunigte die Abfertigung auch nicht gerade.
Die Security legte nochmal ein Schüppchen obendrauf und senkte meinen morgendlichen Wohlfühlfaktor weiter. Hat man ja schon mal, dass an manchen Flughäfen dies oder jenes besonders scharf kontrolliert wird. Aber die Bremer stellten heute locker die schärfsten Kontrollen in den USA in den Schatten. Selbst das Schuheausziehen reichte nicht, da wurden noch die Zehen einzeln abgetastet. Die mühsam ausgetüftelte Packordnung meines Rucksacks wurde in wenigen Sekunden zerstört, weil die Mitarbeiterin am Scanner meinte, mit der Hand mal kräftig alles durcheinander wirbeln zu müssen bis sie schließlich erkannt hatte, dass eine Kamera eine Kamera und ein Stativ ein Stativ ist.
Der Flieger war bis auf den letzten Platz voll und da ich meinen üblicherweise reservierten Sitzplatz 16 A oder einen anderen über den Tragflächen nicht mehr bekommen hatte, musste ich mich mit dem Sitz 1 C rumärgern. An dem Gangplatz in der ersten Reihe drängelt sich beim Einsteigen die ganze Meute mit ihrem Handgepäck vorbei und wenn das vorbei ist, nerven die Flugbegleiter mit ihren Rollcontainern. Da man vor sich keinen Sitz hat, sind die Klapptischchen seitlich im Sitz untergebracht, was die eh schon schmalen Sitze noch unkomfortabler macht. Ne, 1 C muss ich nicht mehr haben, aber wenigstens die Beinfreiheit stimmte.
Direkt nach dem Start habe ich meinen Luftkragen aufgeblasen und um den Hals gelegt, die Augenbinde aufgesetzt und die nächsten zwei Stunden in Morpheus Armen verbracht. Der Flughafen Porto empfing mich mit futuristischem Beton und grauem Wetter. Ab ins Taxi, durch den zähen Verkehr im Zentrum gequält und nach gut 20 Minuten und ebenso vielen Euronen stand ich um 09.30 vor meinem Hotel, dem ibis Porto Centro .
Endlich was Positives, freundlicher Mensch an der Rezeption und schwuppsdiwupps war ich eingecheckt. Bis ich aber mit dem Aufzug auf der 6. Etage war ..., der Aufzug wollte einfach nicht nach oben. Des Rätsels Lösung ... der fährt nur nach oben, wenn man zuvor die Codekarte seines Zimmers vors Lesegerät gehalten hat.
Das Zimmer ist klasse. Neuwertige, moderne Einrichtung, schönes Bad, ruhig und sauber.
Um 10 brachte der Rollervermieter meinen Roller zum Hotel. Sehr freundlicher
Mensch, nur der Roller stellte sich als abgerocktes chinesisches Billigteil heraus. Dafür war er halt ein bisschen teurer als üblich. Na ja, man muss nehmen, was da ist. Kaum losgefahren setzt ein hässlicher Nieselregen ein, der beim Fahren mit dem Chinesenhobel auf dem rutschigen Pflaster für erhöhte Adrenalinausschüttung sorgt. Wie in anderen südlichen Ländern auch lockt der Regen sogleich geschäftstüchtige Menschen auf die Straße, die lauthals Regenschirme feilbieten.
Nach Unterschlupf und Imbiss in einem Bistro sah ich beim Rauskommen für ein paar Minuten sogar ein wenig blauen Himmel.
Aber dann wurde der Regen so ergiebig, dass ich ins Hotel gefahren bin und etwas Schlaf nachgeholt habe. Nach dem Nickerchen warf ich einen Blick aus dem Fenster und zack war die Hoffnung auf besseres Wetter geplatzt. Das Wetter hatte sich zur Stufe "Da jagt man ja keinen Hund vor die Tür." gesteigert.
Abends nochmal die Regenjacke über und die 50 m zum Italiener um die Ecke und nun bleibt nur noch die Hoffnung auf besseres Wetter ab morgen.
Am Flughafen Bremen ging es schon los. Im Ryanair-Terminal drängten sich morgens um 5 die Fluggäste und die ausnahmslose Gepäckkontrolle auf Gewicht und Maße des Handgepäcks beschleunigte die Abfertigung auch nicht gerade.
Die Security legte nochmal ein Schüppchen obendrauf und senkte meinen morgendlichen Wohlfühlfaktor weiter. Hat man ja schon mal, dass an manchen Flughäfen dies oder jenes besonders scharf kontrolliert wird. Aber die Bremer stellten heute locker die schärfsten Kontrollen in den USA in den Schatten. Selbst das Schuheausziehen reichte nicht, da wurden noch die Zehen einzeln abgetastet. Die mühsam ausgetüftelte Packordnung meines Rucksacks wurde in wenigen Sekunden zerstört, weil die Mitarbeiterin am Scanner meinte, mit der Hand mal kräftig alles durcheinander wirbeln zu müssen bis sie schließlich erkannt hatte, dass eine Kamera eine Kamera und ein Stativ ein Stativ ist.
Der Flieger war bis auf den letzten Platz voll und da ich meinen üblicherweise reservierten Sitzplatz 16 A oder einen anderen über den Tragflächen nicht mehr bekommen hatte, musste ich mich mit dem Sitz 1 C rumärgern. An dem Gangplatz in der ersten Reihe drängelt sich beim Einsteigen die ganze Meute mit ihrem Handgepäck vorbei und wenn das vorbei ist, nerven die Flugbegleiter mit ihren Rollcontainern. Da man vor sich keinen Sitz hat, sind die Klapptischchen seitlich im Sitz untergebracht, was die eh schon schmalen Sitze noch unkomfortabler macht. Ne, 1 C muss ich nicht mehr haben, aber wenigstens die Beinfreiheit stimmte.
Direkt nach dem Start habe ich meinen Luftkragen aufgeblasen und um den Hals gelegt, die Augenbinde aufgesetzt und die nächsten zwei Stunden in Morpheus Armen verbracht. Der Flughafen Porto empfing mich mit futuristischem Beton und grauem Wetter. Ab ins Taxi, durch den zähen Verkehr im Zentrum gequält und nach gut 20 Minuten und ebenso vielen Euronen stand ich um 09.30 vor meinem Hotel, dem ibis Porto Centro .
Endlich was Positives, freundlicher Mensch an der Rezeption und schwuppsdiwupps war ich eingecheckt. Bis ich aber mit dem Aufzug auf der 6. Etage war ..., der Aufzug wollte einfach nicht nach oben. Des Rätsels Lösung ... der fährt nur nach oben, wenn man zuvor die Codekarte seines Zimmers vors Lesegerät gehalten hat.
Das Zimmer ist klasse. Neuwertige, moderne Einrichtung, schönes Bad, ruhig und sauber.
Um 10 brachte der Rollervermieter meinen Roller zum Hotel. Sehr freundlicher
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| Keeway ARN 125, der Chinahobel |
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| Regenschirmverkäuferin |
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| Am Praça da Liberdade |
Nach Unterschlupf und Imbiss in einem Bistro sah ich beim Rauskommen für ein paar Minuten sogar ein wenig blauen Himmel.
Aber dann wurde der Regen so ergiebig, dass ich ins Hotel gefahren bin und etwas Schlaf nachgeholt habe. Nach dem Nickerchen warf ich einen Blick aus dem Fenster und zack war die Hoffnung auf besseres Wetter geplatzt. Das Wetter hatte sich zur Stufe "Da jagt man ja keinen Hund vor die Tür." gesteigert.
Abends nochmal die Regenjacke über und die 50 m zum Italiener um die Ecke und nun bleibt nur noch die Hoffnung auf besseres Wetter ab morgen.
Standort:
Porto, Portugal
Dienstag, 24. September 2013
Porto, charmant und verträumt?
Charmant, verträumt, nostalgisch, diese und ähnliche Beschreibungen oder besser Liebesbezeugungen liest man oft, wenn Reisende über Porto berichten. Gerade gestern genoss ich wieder mal eine gut gemachte Fotoreportage über die mit 240.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Portugals.
Und diesmal wurde die Einstufung "möchte ich auch mal hin" hochgestuft auf "da fahre ich jetzt sofort hin". Binnen zwei Stunden hatte ich heute Direktflüge Bremen - Porto - Bremen, ein zentral gelegenes Stadthotel und einen Motorroller gebucht. Am Montag, 30. September geht es um 06:35 los und am Freitag, 4. Oktober lande ich um 13:50 wieder in Bremen (hoffe ich zumindest).
Bei der Auswahl der Flüge standen wie üblich wieder drei Modelle zur Wahl:
a) Direktflug ab Bremen, schnell, unkompliziert und mit 300 € (relativ) preiswert mit Ryanair
b) Flug mit 1 Stop ab Bremen, langwierig, kompliziert und teuer mit üblichem Linienflieger
c) Direktflug mit eigener Anreise zu einem anderen deutschen Flughafen, langwierig, kompliziert und teuer mit üblichem Linienflieger.
Die Wahl fiel wieder auf a).
Und diesmal wurde die Einstufung "möchte ich auch mal hin" hochgestuft auf "da fahre ich jetzt sofort hin". Binnen zwei Stunden hatte ich heute Direktflüge Bremen - Porto - Bremen, ein zentral gelegenes Stadthotel und einen Motorroller gebucht. Am Montag, 30. September geht es um 06:35 los und am Freitag, 4. Oktober lande ich um 13:50 wieder in Bremen (hoffe ich zumindest).
Bei der Auswahl der Flüge standen wie üblich wieder drei Modelle zur Wahl:
a) Direktflug ab Bremen, schnell, unkompliziert und mit 300 € (relativ) preiswert mit Ryanair
b) Flug mit 1 Stop ab Bremen, langwierig, kompliziert und teuer mit üblichem Linienflieger
c) Direktflug mit eigener Anreise zu einem anderen deutschen Flughafen, langwierig, kompliziert und teuer mit üblichem Linienflieger.
Die Wahl fiel wieder auf a).
Standort:
Achim, Deutschland
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