Mittwoch, 2. Oktober 2013

Mittagsschlaf und gegrillte Dorade

Was hat das Eine denn mit dem Anderen zu tun? Ganz einfach, beides hebt die Laune. Nach dem Nickerchen hatte sich nämlich der Dauerregen verzogen und so konnte ich endlich die Stadt ausgiebig mit dem Roller erkunden. Die Sonne sorgte für
Temperaturen über 20 Grad, so dass sich schnell mediterrane Wohlfühlatmosphäre einstellte.

Über der von der Unesco 1996 zum Weltkulturerbe erklärten Altstadt Ribeira thront auf dem Hügel Pena Ventos die zweitürmige Kathedrale von Porto (Sé do Porto). 





































Von dort oben boten sich zudem lohnende Ausblicke auf die Stadt. 



























Und endlich konnte man sich auf trockenen Straßen mit dem Roller wieder als Stadtindianer fühlen; auf verschlungenen Pfaden durch das Dickicht der Großstadtstraßen kämpfen (vorbei an allen Autoschlangen), Fußgänger jagen (Joke!) und den Gaul, äh Roller, überall abstellen wo man gerade anhalten will. 



Zum Abschluss meiner Erkundungstour schlug ich den Weg zum Cufra ein, einem für seine guten Fischgerichte bekannten Restaurant an der Avenida da Boavista. Nach einer frisch gegrillten Dorade mit Blattspinat und Kartoffeln sowie einer halben Flasche Rotwein sah die Welt doch schon ziemlich gut aus!















Dienstag, 1. Oktober 2013

Dauerregen bis eins

Die ganze Nacht hat es ununterbrochen gestürmt und geschüttet. Die Wetter-App behauptet,  der Dauerregen würde gegen 13 Uhr von Sonne mit einigen Wolken abgelöst. Schaut aus,  als könnte ich mir viel Zeit zum Frühstücken nehmen. 

Schaun mer mal, die Hoffnung stirbt zuletzt. 

Porto wenig freundlich

Manchmal erwischt man weniger gute Reisetage. Heute war manchmal. 

Am Flughafen Bremen ging es schon los. Im Ryanair-Terminal drängten sich morgens um 5 die Fluggäste und die ausnahmslose Gepäckkontrolle auf Gewicht und Maße des Handgepäcks beschleunigte die Abfertigung auch nicht gerade.


Die Security legte nochmal ein Schüppchen obendrauf und senkte meinen morgendlichen Wohlfühlfaktor weiter. Hat man ja schon mal,  dass an manchen Flughäfen dies oder jenes besonders scharf kontrolliert wird.  Aber die Bremer stellten heute locker die schärfsten Kontrollen in den USA in den Schatten.  Selbst das Schuheausziehen reichte nicht, da wurden noch die Zehen einzeln abgetastet. Die mühsam ausgetüftelte Packordnung meines Rucksacks wurde in wenigen Sekunden zerstört,  weil die Mitarbeiterin am Scanner meinte, mit der Hand mal kräftig alles durcheinander wirbeln zu müssen bis sie schließlich erkannt hatte, dass eine Kamera eine Kamera und ein Stativ ein Stativ ist. 


Der Flieger war bis auf den letzten Platz voll und da ich meinen üblicherweise reservierten Sitzplatz 16 A oder einen anderen über den Tragflächen nicht mehr bekommen hatte, musste ich mich mit dem Sitz 1 C rumärgern. An dem Gangplatz in der ersten Reihe drängelt sich beim Einsteigen die ganze Meute mit ihrem Handgepäck vorbei und wenn das vorbei ist, nerven die Flugbegleiter mit ihren Rollcontainern. Da man vor sich keinen Sitz hat, sind die Klapptischchen seitlich im Sitz untergebracht,  was die eh schon schmalen Sitze noch unkomfortabler macht. Ne, 1 C muss ich nicht mehr haben, aber wenigstens die Beinfreiheit stimmte. 


Direkt nach dem Start habe ich meinen Luftkragen aufgeblasen und um den Hals gelegt, die Augenbinde aufgesetzt und die nächsten zwei Stunden in Morpheus Armen verbracht. Der Flughafen Porto empfing mich mit futuristischem Beton und grauem Wetter. Ab ins Taxi, durch den zähen Verkehr im Zentrum gequält und nach gut 20 Minuten und ebenso vielen Euronen stand ich um 09.30 vor meinem Hotel,  dem ibis Porto Centro .



Flughafen Porto
Endlich was Positives,  freundlicher Mensch an der Rezeption und schwuppsdiwupps war ich eingecheckt. Bis ich aber mit dem Aufzug auf der 6. Etage war ..., der Aufzug wollte einfach nicht nach oben. Des Rätsels Lösung ... der fährt nur nach oben,  wenn man zuvor die Codekarte seines Zimmers vors Lesegerät gehalten hat.

Das Zimmer ist klasse. Neuwertige,  moderne Einrichtung,  schönes Bad,  ruhig und sauber.


Um 10 brachte der Rollervermieter meinen Roller zum Hotel. Sehr freundlicher 

Keeway ARN 125, der Chinahobel

Mensch,  nur der Roller stellte sich als abgerocktes chinesisches Billigteil heraus. Dafür war er halt ein bisschen teurer als üblich.  Na ja, man muss nehmen, was da ist. Kaum losgefahren setzt ein hässlicher Nieselregen ein,  der beim Fahren mit dem Chinesenhobel auf dem rutschigen Pflaster für erhöhte Adrenalinausschüttung sorgt. Wie in anderen südlichen Ländern auch lockt der Regen sogleich geschäftstüchtige Menschen auf die Straße, die lauthals Regenschirme feilbieten. 
 
Regenschirmverkäuferin
Am Praça da Liberdade

Nach Unterschlupf und Imbiss in einem Bistro sah ich beim Rauskommen für ein paar Minuten sogar ein wenig blauen Himmel. 

Aber dann wurde der Regen so ergiebig,  dass ich ins Hotel gefahren bin und etwas Schlaf nachgeholt habe. Nach dem Nickerchen warf ich einen Blick aus dem Fenster und zack war die Hoffnung auf besseres Wetter geplatzt. Das Wetter hatte sich zur Stufe "Da jagt man ja keinen Hund vor die Tür." gesteigert.





Abends nochmal die Regenjacke über und die 50 m zum Italiener um die Ecke und nun bleibt nur noch die Hoffnung auf besseres Wetter ab morgen. 









Donnerstag, 26. September 2013

Zum Jahresausklang Sylt

Ein turbulentes Jahr mit 29 Flügen und 46.000 Flugkilometern sowie einigen tausend Autobahnkilometern liegt bald hinter mir. Gut einmal unseren Globus umrundet und in 12 Ländern rumgereist (USA, Niederlande, Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, England, Türkei, Irland). Danach sollte man sich mal ein paar Tage Zeit nehmen, um inne zu halten und den Motor mit Leerlaufdrehzahl laufen zu lassen, dachte ich mir.

Wo könnte man das besser als an der Küste im Winter; hat früher schon immer funktioniert. Also kurzerhand ab Weihnachten ein Hotel in Westerland/Sylt gebucht. 

Daraus wird dann wieder mal eine kleine Revival-Tour gebastelt. Nach Sylt geht es über Rømø per Fähre, der Rückweg führt über früher oft besuchte Orte wie Büsum, Sankt Peter Ording, Husum etc. Mal sehen, wie lange der Rückweg dauern wird.

Ich freue mich auf stürmisches Wetter, einsame Strände, Nebel, den Geruch der Nordseebrandung und auf leckeren Fisch.


Dienstag, 24. September 2013

Der Nürburgring und die Eifel un Kölle

Nachdem der Trip zum Nürburgring bzw. zum ADAC GT Masters aus terminlichen Gründen geplatzt war, konnten wir die bereits bezahlten Zimmer im Dorint Hotel am Nürburgring nur noch auf einen Ausweichtermin umbuchen. Nun werden wir den Ring vom 14. bis 16. Oktober unsicher machen.

Na ja, unsicher machen ist zuviel gesagt, weil: Da ist ja nix, also keine Veranstaltung, kein Rennen und so. Und die Eifel ist ja auch nicht so der Burner, falls man nicht der Wanderfreak ist.

Also werde ich mir die Bande aus der niedersächsischen Provinz schnappen und an einem Tag nach Köln entführen, die große weite Welt zeigen. Dom besteigen und dann auf in den Nahkampf mit einem kölschen Köbes *grins*. Abends wieder zurück in die beschauliche Eifel zum Wunden lecken.